Stona główna»Geschichte

Zum Lob der Dreifaltigkeit, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes wurde diese Kapelle und das Fürsorgehaus des heiligen Apostels, ersten Märtyrers und Erzdiakonen Stephan errichtet.


         Anlass, das Hl.-Stephan-Haus zu bauen, war die Situation des Priesters, Konstantin Bajko von der Gemeinde der heiligen Apostel Peter und Paul in Stargard Szczeciński, der nach seiner Entlassung aus dem Priesteramt keine Wohnung mehr hatte. In Dankbarkeit für die Arbeit des Priesters in der orthodoxen Kirche, um die er mit Ausdauer und Aufopferung gekämpft hat, wurde dieses Haus ihm gewidmet. Er wurde 16 Jahre lang in stalinistischen Gefängnissen und Konzentrationslagern gequält. Auch dort übte er stets seinen priesterlichen Dienst aus.
         Dieses Haus soll auch ein Ausdruck der Dankbarkeit gegenüber den Priestern und Leien sein, die in den 40er und 50er Jahren des 20. Jahrhunderts die orthodoxen Gemeinden in Westpolen gegründet haben. Einer dieser Priester war Mitrat Stephan Biegun, Pfarrer der Gemeinde der heiligen Apostel Peter und Paul in Jelenia Góra in Jahren 1947-1983. Er hat seine Gemeindeglieder nicht verlassen, sondern unserem Herrn Jesus Christus treu gedient. In der 40er Jahren ist er zusammen mit seiner Gemeinde in die Verbannung gegangen. 
         Das Haus und die Kapelle wurden auf Initiative des Erzbischofs der orthodoxen Breslau-Stettiner Diözese, Jeremias, gebaut. 
         Die Einweihung erfolgte am 23. August 1990 mit Anteilnahme der Priester aus Breslau-Stettiner Diözese und anderer Gemeinde sowie in Anwesenheit von Vertretern der evangelischen Kirche der Schweiz, Deutschlands und anderen eingeladenen Gästen. 
         Im Grundstein der östlichen Wand befinden sich die Reliquien der heiligen bethlehemitischen Kinder, der ersten Märtyrer, die für unseren Herrn Jesus Christus gestorben sind. Im Reliquienkasten im Altar liegen Reliquien des heiligen Apostels, ersten Märtyrers und Erzdiakonen Stephan, der heiligen zehntausend Märtyrer aus Nikodemia und des heiligen neuen Märtyrers Johannes.
         Großer Dank gilt dem Hilfswerk der Evangelischen Kirchen in der Schweiz, besonders Frau Marietta Bodmer und Pfarrern Franz Schule und Andreas Hess.
         Hilfe leistete auch die evangelische Kirchenprovinz Sachsen durch Herrn Pfarrer Horst Krüger-Mayer sowie das Diakonische Werk der Evangelischen Kirche Deutschlands. Weitere Hilfe kam von Seiner Eminenz, dem Erzbischof von Karelien und Finnland John, sowie dem orthodoxen Pfarrer Dr. Aleksy Znosko, Herrn Lars Severinsson und Frau Ruth Brandt aus Schweden. In einer schwierigen Bauphase unterstützte uns Herr Patrick Broucke, Prinz von  Tralles, aus Bonn.
         Frau Raisa Biegun sammelte mit großem Engagement Geld- und Sachspenden. Priester und Laien der Orthodoxen Kirche in Griechenland, Finnland und Polen unterstützten ebenfalls dieses Projekt. In diesem Zusammenhand ist Herr Panagiotis Alexandridis aus Griechenland besonders zu erwähnen. 
         Auf Initiative von Frau Helena Pavinskaja und Seiner Exzellenz, des Metropoliten Leon aus Oulu/Finnland, malten geistlichen und Laienkünstler die Ikonen der Ikonostase; sie sind ein Geschenk der orthodoxen Gemeinde Oulu. 
         Der Bau wäre ohne die Unterstützung durch den Bürgermeister von Hirschberg, Herrn Jerzy Golaczynski und Mitgliedern des Gemeinderats nicht zustande gekommen. Herrn Golaczynski sind wir besonders dankbar für seine Hilfe während der Krisenzeit des Baus. 
         Das Projekt wurde von den Architekten Mgr. Ing. Tomasz Radwan und Mgr. Ing. Ryszard Wiśniewski geplant.
         Priester Sławomir Chwojko, Pfarrer der Gemeinde der Heiligen Apostel Peter und Paul in Jelenia Góra, überwachte die Arbeiten.
         Die technische Leitung des Baus lag in Händen von Mgr. Ing. Tadeusz Wróbel
 und Mgr. Ing. Eugeniusz Wisznia.
         Folgende Baufirmen waren an dem Bau des Gebäudes beteiligt:
Mgr. Ing. Radosław Berliński, Firma Allemar
Mgr. Ing. J. Wadkowski, Wasser- und Gasbetrieb Interpolrad, Kampol
Baufirmen der Herren Eryk Skibiński, Bogumił Półchłopka u. a. 
         Große Unterstützung bei kleineren Arbeiten erfuhren wir von den Herren Piotr Jaroszuk und Eliasz Tarasiewicz sowie der Jugend aus Breslau und anderen Gemeinden.
         In jedem Gottesdienst in unserer Kapelle beten wir für alle, die an der Vollendung des Baus mitgeholfen haben.

Gott vergelt’s!